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Online-Linksammlung, Blog und Wegweiser zu Ihrem Online-Recht!

BlogsBlogs bzw. "bloggen" leitet sich als Kunstwort vom Begriff der Weblogs ab. Es bezeichnet eine fortlaufende - nicht immer regelmäßige - Publikation auf einer Online-Seite. Waren Blogs früher oft "private Online-Tagebücher" sind sie inzwischen auch Marketing-Instrument für Unternehmen und viele Verbände.

  • Der oder die Blogbetreiber schreiben "Artikel" zu einem Thema (Themen-Blog), ihrer Person (Online-Tagebücher), Firma (Company-Blogs) oder Anliegen (zahlreiche Vereine und NGOs betreiben Blogs).
  • Blogs bieten Nutzern/Lesern meist die Möglichkeit, "Kommentare" zu veröffentlichen. Nutzer/Leser sind in der Regel in der Mehrzahl keine Autoren von Beiträgen (wie bei -> Foren
  • Die eingesetzte Software-Technik ist in der Regel eine Web 2.0 Anwendung, die eine Datenbank voraussetzt. Bekanntste Beispiele sind Wordpress und serendipidy. Design und Inhalte werden bei gutem Layout strikt voneinander getrennt. So sind insb. die Design, Administration und redaktionelle Betreuung leicht zu trennen und es enstehen keine "Flaschenhälse" oder Projekt-Verzögerungen. 
  • User Generated Content: Die Erstellung der Inhalte durch Nutzer (= Urheber!) ist wirtschaftlich eine Entlastung für die Betreiber der Plattformen. Andererseits muss die Plattform attraktiv gehalten werden, müssen mitgeteilte Rechts-Verletzungen abgestellt werden und die Administration regelmäßig erfolgen.

Haftung für Blog-Beiträge

Ein Blog-Betreiber haftet für eigene Beiträge und eingestellte Bilder.

Für fremde Beiträge und Kommentare in Text oder Bild haftet ein Blog-Betreiber nach TMG nur eingeschränkt. Im Okt. 2014 hat ein Gericht in Österreich wieder die Frage nach der Haftung für Links aufgegriffen und (wieder) erweitert.

 -> Abmahnungen 

Warum bloggen?

Bloggen ist eine einfache Art, als Autor, Gruppe, Unternehmen oder Verband eigene Online-Texte zu publizieren.

Dank eingesetzter Software (zum Beispiel Wordpress) und ansprechendem Grunddesign können Online-Tagebücher, Foto-Blogs oder kommerzielle Firmen- und Produkt-Blogs erstellt werden.

 -> Video-Vortrag Wordpress 

Wirtschaftlichkeit?

Deutsche Unternehmen nutzen Blogs eher selten. Dabei werden oftmals die technischen Möglichkeiten dieser Technik nicht genutzt.

Unternehmen und Shops stellen in Deutschland bislang kaum Blogger ein und betreiben weder innerhalb bestehender Systeme oder gesonderte Blogs. Es werden oft alte und bekannte Techniken weiter genutzt (z. B. Newsletter, HTML-Seiten), die ungleich mehr Aufwand, Personalkosten und rechtliche Fragen (z. B. Datenschutz).

Für meine -> Analyse der Wirtschaftlichkeit und des Rechtsrahmens sind Unternehmen-Ziele, Chancen und Kosten zu ermitteln.

Verdienstmodelle

Durch Bloggen kann auch Geld verdient werden. Dabei sind folgende Marketing-Modelle zu unterscheiden:

  • Eigenwerbung des Blog-Betreibers
  • Schaltung von Fremdwerbung
  • Sponsoring (ohne direkte Werbelinks)
  • Shop-Anbindung / Firmen-Blogs

Es werden rechtlich bei kommerziellen Angeboten häufig folgende Punkte streitig: 

  • Impressumspflicht,
  • Datenschutzrechte und
  • der Vertragsschluss.

Urteile zum Recht für Blogger und Blog-Provider

BGH: Voraussetzungen für Unterlassungsanspruch gegen Blog-Host-Provider

Amtliche Leitsätze des Bundesgerichtshofs (BGH):

  1. Nimmt ein Betroffener einen Hostprovider auf Unterlassung der Verbreitung einer in einem Blog enthaltenen Äußerung eines Dritten in Anspruch, weil diese das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen verletze, setzt die Störerhaftung des Hostproviders die Verletzung zumutbarer Prüfpflichten voraus.
  2. Der Hostprovider ist erst verantwortlich, wenn er Kenntnis von der Verletzung des Persönlichkeitsrechts erlangt. Dies setzt voraus, dass die Beanstandung des Betroffenen so konkret gefasst ist, dass der Rechtsverstoß auf der Grundlage der Behauptungen des Betroffenen unschwer bejaht werden kann.
  3. Eine Verpflichtung zur Löschung des beanstandeten Eintrags besteht, wenn auf der Grundlage der Stellungnahme des für den Blog Verantwortlichen und einer etwaigen Replik des Betroffenen unter Berücksichtigung etwa zu verlangender Nachweise von einer rechtswidrigen Verletzung des Persönlichkeitsrechts auszugehen ist.

  • Quelle: BGH, Urteil vom 25. Oktober 2011, Az. VI ZR 93/10

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