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BilderklauFür Händler auf eBay ein dauerhaftes Ärgernis; auf Amazon werden Bilder für die Produktdarstellung auch schon mal von Amazon selbst per AGB übernommen. 

Dies ist besonders ärgerlich, wenn man für gelungene Produktfotos in eine professionelle Ausrüstung investiert hat und viel Zeit aufgewendet hat.

Der Fotograf eines Produktfotos steht nicht rechtlos da. Er kann Unterlassung fordern und in der Regel auch -> Schadensersatz verlangen.

Anm. Rechtsanwalt Exner: Bei gebrauchten Artikeln ist die verwendung von fremden Fotos durchaus gefährlich: Ist die Ware auf dem Foto in einem besseren Zustand, ohne Kratzer, usw., so kann sogar der spätere Käufer wegen des Fotos Mängel geltend machen. Verkauft ist nämlich (meist) ein konkreter gebrauchter Artikel. Mehr "Gebrauchsspuren" als in der Artkelbeschreibung / Foto muss der Käufer nicht hinnehmen. Auch ein Hinweis in der Artikelbeschreibung auf "Abweichungen" zum Foto kann, je nach Einzelfall, den Mangel nicht ausschließen.

Rechte am Bild

Durch die Erstellung eines Produkt-Bildes hat allein der entsprechende Fotograf die Rechte an diesem Bild.

Weitere Rechte können für Dritte bestehen;  z. B. wenn auf dem Bild Marken-Logos abgebildet werden.

Hinweis: Der Marken-Inhaber kann nur begrenzt den Wiederverkauf seiner Markenartikel untersagen. Auch Fotos von Gebrauchtwaren sind daher meist zulässig.

Rechtsschutz

Der Rechtsschutz erfolgt meist zunächst durch Abmahnung, Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung.

Meist kommen solche Abmahnungen schon mit einer - oft hohen - anwaltlichen Kostennote. Falls dies bei Ihnen der Fall ist, berät Sie RA Exner. Sie finden aber auch allgemeine Informationen hier:

 -> Abmahnungen 

Brandenburgisches OLG: Rechte an Digital-Bildern

Das Urteil des Brandenburgischen OLG beleuchtet klar das juristische "Nachspiel", nachdem einmal die unberechtigte Kopie von Digital-Bildern festgestellt worden war.

"Die Parteien streiten um urheberrechtliche Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche. Im Juli 2007 bot der Beklagte als privater Verkäufer auf der Internetplattform ... im Rahmen einer Online-Auktion einen gebrauchten GPS-Empfänger der Marke H., Typ GR-271, zum Verkauf an.

... Dem Kläger stand ein entsprechender Anspruch gemäß § 97 Abs. 1 UrhG zu.

Nach dem Vortrag des Klägers in der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht, in der er zur Herstellung der Digital-Fotos vorgetragen, Fotoabzüge vorgelegt und die Vorlage von Originaldateien auf Speichermedien angeboten hat, konnte kein Zweifel daran bestehen, dass er Urheber des streitgegenständlichen Fotos ist. Der Beklagte, der nicht einmal behauptet hat, das streitgegenständliche Foto selbst hergestellt zu haben, sondern zugestanden hat, es ohne Einholung einer Genehmigung aus dem Internet kopiert zu haben, hat damit nach seinem eigenen Vortrag keinerlei Rechte an dem von ihm verwendeten Foto. ..."

Quelle: Brandenburgisches OLG, Urteil vom 03.02.2009, Az. 6 U 58/08

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 -> Online-Auktionen 

Weitere Kosten und eine gerichtliche Verfügung durch ein Gerichtsverfahren vermeiden.

 -> einstw. Verfügung

Nachdem bei Filesharing Unterlassung und hohe Abmahnkosten gefordert wurden, droht nun meist empfindlicher 

 -> Schadensersatz 

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